Seit dem Freiheitskampf der Griechen gegen die Osmanenherrschaft bestehen enge kulturelle Verbindungen zwischen den zwei Ländern, da die Philhellenen damals tatkräftig Griechenland unterstützt haben. Außerdem kamen unter der Regierung von König Otto zu Wittelsbach (1833-62) mehrere deutsche Wissenschaftler, Architekten etc. nach Griechenland. Es ergaben sich starke Bindungen, die auch beide Weltkriege überdauert haben. Sehr viele Griechen haben im Laufe ihre Lebens einmal längere Zeit in Deutschland gelebt, bzw. Berufsausbildung ganz oder teilweise dort absolviert.

Ab wann hat das Verhältnis zwischen den Deutschen und den Griechen angefangen zu kriseln?
Feststeht, dass die Schuldenkrise und vor allem das Verhalten des jeweils anderen Teils schon zu Beginn 2010 zu einer heftigen Auseinandersetzung in den Medien beider Länder geführt hat. In Umfragen rutschten die Deutschen vom zweitbeliebtesten Partnervolk (nach Frankreich) auf den Platz des drittunbeliebtesten Partners ab. Die meisten Griechen machen Merkels harte Sparvorhaben für ihre katastrophale Wirtschaftslage mitverantwortlich und für viele Deutsche sind die Hellenen nichts anderes als die „faule Pleite-Griechen“.

Nun geht Deutschland aber in die Offensive. Bundesregierung, parteinahe Stiftungen und Kommunen wollen Griechenland unterstützen und die Konflikte im deutsch-griechischen Verhältnis entschärfen. Die Stiftungen, die seit 2005 nicht in Athen vertreten sind, kehren nun zurück und wollen kommunale Partnerschaften ausbauen. Das Auswärtige Amt will für die Arbeit der Stiftungen bis 2014 5 Mio. Euro bereitstellen.

Wir denken, dass dieses Vorhaben ein wichtiger Schritt für die Völkerverständigung zwischen den zwei Ländern ist und hoffen, dass es fruchten wird!



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